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Tausende Luxusautos für Russland hängen in belgischen Häfen fest

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Von Pedro Sacadura
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Zeebrugge
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Brandneue Autos stehen im belgischen Hafen von Zeebrügge. Ihr eigentliches Ziel: Russland. Aber die EU-Sanktionen wegen der russischen Invasion in die Ukraine zeigen auch in den europäischen Häfen Wirkung. Wegen der Sanktionen dürfen keine Fahrzeuge im Wert von mehr als 50.000 Euro mehr nach Russland ausgeführt werden.

Im Moment stehen hier insgesamt rund 8000 Autos, einige wegen ihres Wertes, andere, weil russische Schiffe nicht einlaufen dürfen. Marc Adriansens ist im Hafen von Zeebrügge für das Terminal der International Car Operators zuständig, einem Dienstleister für Autoexporte.

Diese Autos dürfen nicht mehr exportiert werden, der Zoll hat sie blockiert. Ich vermute, dass wir uns nach anderen Abnehmern umsehen müssen.
Marc Adriansens
International Car Operators, Zeebrügge

Wie hier in Zeebrugge stapeln sich die Container mit Waren für Russland auch in anderen europäischen Häfen. Das schadet nicht nur russischen Unternehmen und Kunden... sondern schmälert auch den Handel in Europa. Die Sorgen über mehr Schaden durch weitere Embargos wächst.In Zeebrügge werden russisches Öl und Gas, und besonders LNG umgeschlagen. Wenn auch das gestoppt würde, hätte es große Auswirkungen auf den Hafen.

Im Containergeschäft gilt das Gleiche. Ich habe gehört, dass 1100 Container aus den gleichen Gründen blockiert sind. Aber solange Öl und Gas weiter fließen, geht es Zeebrügge immer noch gut.
Marc Adriansens
International Car Operators, Zeebrügge

Ein Embargo auf russisches Öl könnte Teil eines EU-Sanktionspakets sein. Entsprechende Gespräche laufen, aber zäh. Denn zu weit liegen die Positionen auseinander: Deutschland ist zurückhaltend, und Ungarn ist ein erklärter Gegner eines Embargos.