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Herodotus-Plattform: Die Geschichte Zyperns und der Ägäisregion auf einen Klick

Mit Unterstützung von The European Commission
Herodotus-Plattform: Die Geschichte Zyperns und der Ägäisregion auf einen Klick
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Von Cristina Giner
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In der frei zugänglichen Datenbank sind auch über eine halbe Million Seiten aus Lokalzeitungen digitalisiert. Bisher gab es 330.000 Zugriffe aus 70 Ländern.

Zypern und die griechischen Inseln der Ägäis haben eine gemeinsame Geschichte. Dank des EU-Projekts Digital Herodot II hat man mehr als 10.000 Ton- und Bildträger von einzigartigem historischem Wert gerettet und in einer frei zugänglichen Datenbank digitalisiert.

"Das Einzigartige an unserem Archiv ist, dass wir von 1957 bis 1992 der einzige Fernseh- und Radiosender waren", erzählt Thanasis Tsokos, Generaldirektor von CyBC und Leiter des CyBC-Archivs. "Wir digitalisierten das Archiv, weil es für unsere Gesellschaft sehr wichtig ist.  Es ist ein Stück europäischer Geschichte."

Die Dateien werden im Archiv der Cyprus Broadcasting Corporation aufbewahrt. Es umfasst Hunderte Stunden an Audio-, Video- und Musikdokumenten von 1950 bis in die 1990er Jahre zu einer Vielzahl von Themen. Es war ein 'archäologischer' Prozess, so Thanasis Tsokos: "Zuerst musste man das Material reparieren, digitalisieren und dann herausfinden, wer wer auf den Bildern, in den Dokumentarfilmen und im Radio ist - es ist ein komplizierter Prozess."

27 Mitarbeiter haben das Material sorgfältig ausgewählt, restauriert, dokumentiert und konserviert. Heute beherbergt die Plattform Digital Herodotus 20 % des gesamten nationalen Fernseharchivs.  

"Die Auswahl des Materials war keine leichte Aufgabe", sagt Herodotus-Pojektleiterin Fivia Savva. "Aus 2500 Stunden Material mussten wir 400 Stunden auswählen."

Fakten & Zahlen

Die Gesamtinvestition für Digital Herodot II (2017 bis 2020) betrug rund 1 Million Euro.  85% des Budgets wurden von der EU und 15% von den Regierungen Zyperns und Griechenlands finanziert.

Das Projekt wurde von der zyprischen Rundfunkanstalt, dem Presse- und Informationsamt und der Agentur für regionale Entwicklung der südlichen Ägäis durchgeführt.

In der frei zugänglichen Datenbank sind auch über eine halbe Million Seiten aus Lokalzeitungen digitalisiert: "Das digitale Archiv ist sehr einfach zu bedienen. Wenn ich etwas suche, bekomme ich 10 oder 20 Videos", findet Journalistin Marina Schiza

Die Geschichte Zyperns und der Ägäisregion auf einen Klick. Bisher gab es 330.000 Zugriffe aus 70 Ländern.

Eine Plattform auch für die Schwächsten. Diese Schüler der Gehörlosenschule in Nikosia arbeiten an einem Dokumentarfilm. Während der türkischen Invasion 1974 diente die Gehörlosenschule als Flüchtlingslager. Das EU- Projekt verbindet sie mit ihrer Geschichte.

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