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NATO-Rekord-Beiträge: 23 Staaten erreichen Zwei-Prozent-Ziel

23 der 32 NATO-Mitgliedsstaaten werden in diesem Jahr zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Verteidigung ausgeben:
23 der 32 NATO-Mitgliedsstaaten werden in diesem Jahr zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Verteidigung ausgeben: Copyright Mark Schiefelbein/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
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Von Diana Resnik mit AP
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Die Mehrheit der NATO-Mitglieder werde dieses Jahr voraussichtlich das Verteidigungsziel des Militärbündnisses erreichen, teilte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg mit.

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23 der 32 NATO-Mitgliedsstaaten werden in diesem Jahr zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Verteidigung ausgeben und das Verteidigungsziel des Militärbündnisses erreichen. Das teilte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus mit.

Die Europäer tun viel mehr für ihre kollektive Sicherheit als noch vor einigen Jahren.
Jens Stoltenberg
NATO-Generalsekretär

"Die militärische Präsenz der USA in Europa bleibt für die Sicherheit und Stabilität des europäischen Kontinents unerlässlich", so Stoltenberg.

"Aber die Europäer tun viel mehr für ihre kollektive Sicherheit als noch vor einigen Jahren. Sie führen den Kampf durch die Kampfgruppen im östlichen Teil des Bündnisses. Sie haben die Bereitschaft ihrer Streitkräfte erhöht. Sie haben die NATO gestärkt, indem sie sehr bereitwillige finnische und schwedische Streitkräfte in unser Bündnis aufgenommen haben."

Biden sagte, das Bündnis sei während Stoltenbergs Amtszeit "größer, stärker und geeinter als je zuvor" geworden.

"Wir haben die Ostflanke der NATO gestärkt und deutlich gemacht, dass wir jeden einzelnen Zentimeter des NATO-Gebiets verteidigen werden", sagte Biden.

Der US-Präsident sprach liebevoll über Stoltenberg, nannte ihn "Kumpel" und sagte, er wünsche sich, dass Stoltenberg, der seit 2014 NATO-Generalsekretär ist, eine weitere Amtszeit antreten könne, wenn die aktuelle im Oktober ausläuft.

2021 erreichten nur sechs Staaten das Zwei-Prozent-Ziel

Die geschätzte Zahl ist eine fast vierfache Steigerung gegenüber 2021, als nur sechs Länder das Ziel erreichten.

Nach den am Montag veröffentlichten geschätzten Zahlen der NATO sind die Verteidigungsausgaben der europäischen Verbündeten und Kanadas allein in diesem Jahr um fast 18 Prozent gestiegen - der größte Anstieg seit Jahrzehnten.

Deutschland hat der NATO mitgeteilt, dass es etwa 90,6 Milliarden Euro für die Verteidigung ausgeben wird. Das entspricht einem BIP von 2,12 Prozent.

Stoltenbergs Besuch dient der Vorbereitung des für nächsten Monat erwarteten Gipfels der NATO-Staats- und Regierungschefs in Washington. Das Verteidigungsbündnis hat seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine vor zwei Jahren an Stärke und Größe zugenommen. Sowohl Schweden als auch Finnland sind ihm beigetreten.

Die Verteidigungsausgaben vieler europäischer Länder gingen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 zurück, die damals als wichtigste Sicherheitsbedrohung für den Westen galt.

Doch nachdem Russland 2014 die ukrainische Halbinsel Krim annektiert hatte, beschlossen die NATO-Mitglieder einstimmig, innerhalb von zehn Jahren mindestens 2 Prozent ihres BIP für die Verteidigung auszugeben. Die groß angelegte Invasion in der Ukraine, die Putin 2022 startete, veranlasste die europäischen Länder, mehr Mittel für die Erreichung dieses Ziels bereitzustellen.

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