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Sammlung Gurlitt: 5. NS-Raubkunstbild zurück gegeben

Sammlung Gurlitt: 5. NS-Raubkunstbild zurück gegeben
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Im Berliner Gropius Bau ist ein fünftes Bild aus dem Nachlass des verstorbenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt an die Erben des einstigen jüdischen Besitzers zurückgegeben worden.

Das "Portrait einer sitzenden jungen Frau" des französischen Malers Thomas Couture war als Eigentum des hochrangigen jüdischen Politikers und Nazi-Gegners Georges Mandel identifiziert worden. Dessen Lebensgefährtin hatte das Bild nach dem Krieg als gestohlen gemeldet. Es habe auf der Brusthöhe der Frau einen kleinen Einriss gehabt. Mit diesem Hinweis konnten die Provinienzforscher es klar zuordnen.

Teil der Sammlung Gurlitt

Das Bild war zuletzt in der Ausstellung „Bestandsaufnahme Gurlitt“ in Berlin zu sehen, Teile der Sammlung Gurlitt stehen im Verdacht, jüdischen Besitzern während der Nazi-Zeit geraubt worden zu sein. Gurlitts Vater Hildbrand war ein bekannter Raubkunsthändler der Nazis. Bisher haben sich allerdings erst sechs der rund 1500 Kunstwerke eindeutig als NS-Raubkunst erwiesen.

Erst sechs von rund 1500 Kunstwerken als NS-Raubkunst identifiziert

Der spektakuläre Kunstfund Gurlitt hatte 2012 für weltweites Aufsehen gesorgt: 1.500 Werke wurden aus dem Besitz von Cornelius Gurlitt, dem Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt, als mögliche Raubkunst beschlagnahmt. Darunter befanden sich Gemälde, Zeichnungen und Drucke weltbekannter Künstler wie Picasso, Chagall und Matisse. Nach dem Tod Gurlitts übernahm das von ihm als Erbe eingesetzte Kunstmuseum Bern die Sammlung. Dieses hatte 2014 eine Vereinbarung mit der Bundesregierung und dem Freistaat Bayern getroffen, welche die Provenienzklärung der Werke sowie eine umfangreiche Zusammenarbeit vorsieht.