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Schweizer Gletscher an Saharastaub erkrankt

Schweizer Gletscher an Saharastaub erkrankt
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Schmelzwasser im Sommer, das ist an sich nichts Besonderes für Gletscher wie den Morteratsch in den Schweizer Alpen. Im Sommer werden die Gletscher kleiner, um sich im Winter dann wieder eine dickere Eisschicht zuzulegen.

Doch in diesem Jahr machen sich Wissenschaftler besonders große Sorgen um den Gletscher, der bisher das größte Eisreservoir in den Ostalpen hat. "In der letzten Woche muss es unheimlich schnell gegangen sein, es ist hier extrem viel verschwunden", erzählt der Glaziologe Felix Keller von der Academia Engiadina. Schätzungsweise eine Million Tonnen Eis verliert der Gletscher derzeit täglich.

Schnee ist eigentlich der beste Schutz für den Gletscher in diesem heißen Sommer. Der Schnee reflektiert das Sonnenlicht und schützt das darunterliegende Eis. Das ändert sich, wenn, wie in den vergangenen Wochen, Staub aus der Sahara auf den Gletscher geweht wird. Der, so Glaziologe Keller, ändert die Reflexionseigenschaft des Schnees und fördert das Abschmelzen.Die Wissenschaftler wollen nicht tatenlos zusehen. Eine Idee ist, aus dem Schmelzwasser künstlichen Schnee zu erzeugen und auf den Gletscher zu bringen, als Schutzschicht sozusagen, um das Schlimmste zu verhindern.

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