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Im Iran festgesetzter Öltanker: "Stena Impero" erreicht Dubai

Im Iran festgesetzter Öltanker: "Stena Impero" erreicht Dubai
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REUTERS/Christopher Pike
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Zehn Wochen nach seiner Festsetzung im Iran hat der Öltanker „Stena Impero“ im Hafen von Dubai angelegt. Das Schiff fährt unter britischer Flagge und gehört einer schwedischen Reederei. Diese teilte mit, den Crew-Mitgliedern gehe es gut. Sie würden nun medizinisch untersucht und könnten dann zu ihren Familien zurückkehren.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten die „Stena Impero“ im Juli in der Straße von Hormus gestoppt und die Besatzung in Gewahrsam genommen – wegen angeblicher Seerechtsverstöße. Am Montag hatte Teheran erklärt, das rechtliche Verfahren sei abgeschlossen und die „Stena Impero“ freigegeben.

Vergeltungsmaßnahme Irans?

Es wird darüber spekuliert, ob das britische Schiff, eine Art Pfand für einen iranischen Tanker war, der im Juli von der britischen Marine vor Gibraltar festgehalten worden war. Die Begründung: Er habe iranisches Öl nach Syrien transportieren wollen und damit gegen EU-Sanktionen verstoßen.

Den Hinweis auf das Schiff hatten die Briten von den USA erhalten. Der Iran sprach von "Piraterie" und drohte mit Konsequenzen. Der iranische Tanker ist allerdings schon vor über einem Monat wieder freigegeben worden.

Atomstreit auf See ausgetragen

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Seestraßen der Welt. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean. Ein Großteil des weltweiten Ölexports wird durch die Meerenge verschifft.

Die Spannungen in der Region hatten sich in den vergangenen Monaten immens verschärft. Die Handelsschifffahrt wurde in den Konflikt zwischen den USA und dem Iran hineingezogen. Es kam zu mehreren Zwischenfällen mit Tankern und Drohnen.

Hinter den Spannungen zwischen Teheran und Washington steht der Atomstreit beider Länder. Die Amerikaner werfen der iranischen Führung vor, Atomwaffen bauen zu wollen. Der Iran weist das zurück.

Die USA waren 2018 im Alleingang aus dem internationalen Atomabkommen ausgestiegen, das den Iran am Bau einer Atombombe hindern und zugleich dessen politische und wirtschaftliche Isolation beenden sollte. Seit einigen Wochen hält sich auch Teheran nicht mehr an den Vertrag und fährt die Urananreicherung hoch.