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Coronavirus: Erster Todesfall in der Schweiz, 93 Infizierte

Germany Virus Outbreak
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In der Schweiz ist eine 74-jährige Frau im Kanton Waadt nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilten die Behörden an diesem Donnerstag mit. Die Frau war seit Dienstag im Unispital in Lausanne und sei schon zuvor chronisch krank und deshalb eine Risikopatientin gewesen.

Inzwischen gibt es in der Schweiz 93 bestätigte Fälle von Menschen, die sich mit SARS-CoV-2 angesteckt haben. Die interaktive Karte der Johns Hopkins Universität berichtet über 90 Fälle aus der Schweiz. In Österreich sind es an diesem 5. März 37 Infektionen. In Deutschland verzeichnet das Robert-Koch-Institut am Donnerstag 349 Infektionen. Gesundheitsminister Jens Spahn rechnete mit einem Anstieg der Ansteckungen in Deutschland. In Frankreich wurden 285 Fälle bestätigt. Einige der genannten Patienten sind inzwischen wieder geheilt.

Wie BLICK meldet, werden in der Schweiz jetzt alle Züge aus Italien desinfiziert.

Besonders in Norditalien haben sich mehr als 3.000 Menschen mit Covid-19 angesteckt - mehr als 107 sind daran gestorben. Besonders viele Tote gab es zwischen dem 4. und dem 5. März.

Bei der Schweizer Armee wurde eine teilweise Urlaubssperre für das kommende Wochenende verhängt. In einer offiziellen Mittleilung steht: "Diese Massnahme zielt darauf ab, die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zu reduzieren und damit die Einsatzbereitschaft von Schlüsselformationen der Armee zu Gunsten der zivilen Behörden sicherzustellen."

Israel lässt viele Europäer nicht mehr ins Land

Wegen der Ausbreitung von Covid-19 lässt Israel Reisende aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Frankreich nur noch ins Land, wenn sie einen israelischen Personalausweis haben. Diese Personen müssen sich 14 Tage lang in häuslicher Quarantäne aufhalten.

In Israel wurden 15 Coronavirus-Fälle bestätigt. Die ersten Betroffenen hatten sich im Ausland - vor allem in Italien angesteckt. Einige infizierten sich dann in Israel bei diesen Personen.

Die Krankenhäuser in Israel beklagen die in den vergangenen Jahren von der Regierung Netanjahu durchgesetzten Sparpläne. Deshalb gebe es schon ohne die Coronakrise kaum genug Betten für alle PatientInnen.

Am 5. März befanden sich 60.000 Menschen in Israel in Quarantäne, weil sie Kontakt mit Coronavirus-¨Patienten hatten. Gleichzeitig wurden die ersten Fälle aus dem Westjordanland gemeldet. Dabei handelte es sich um Touristen.

Italien macht Schulen und Unis bis zum 15. März dicht

Da sich das Coronavirus weiter verbreitet, schickt Italien alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Studentinnen und Studenten in die Zwangsferien bis zum 15. März. Vor allem in Norditalien sind 107 - vorwiegend ältere Menschen - an Covid-19 gestorben. Mehr als 3.000 Menschen sind offiziell infiziert.

Auch für Deutschland hatten einige Experten "Coroanvirus-Ferien" von zwei Wochen gefordert.

Offenbar von Deutschland aus hat sich das Coronavirus nach Polen verbreitet. Der dortige Gesundheitsminister meldete einen ersten Fall von SARS-CoV-2. Der Mann hatte sich zuvor in Deutschland aufgehalten.

ICE nach Stuttgart bei Frankfurt gestoppt

Wegen eines Coronavirus-Verdachtsfalls ist in Frankfurt am Main ein ICE gestoppt worden. Das teilte die Bundespolizeiinspektion am Mittwochmittag mit. In dem Zug aus Kiel sollte sich ein Mann mit Verdacht auf das Virus befinden. Der Zug war unterwegs nach Stuttgart, an Bord seien 300 Reisende. Die Polizei hielt ihn am Bahnhof Frankfurt-Süd an.

Die betreffende Person sei im Zug isoliert und das Gesundheitsamt informiert worden.

Lange Schlangen an der Charité - "Corona-Drive" in Gießen und Marburg

Berliner Medien - darunter die BZ - berichten, dass schon am Dienstag Hunderte Menschen, die sich auf das Coronavirus testen lassen wollten, vor der Charité Schlange standen.

Im hessischen Groß-Gerau wurde laut lokalen Medienberichten ein sogenannter "Corona-Drive" eingeführt. Dort können sich Autofahrer von medizinischem Personal testen lassen, ohne aus dem Auto auszusteigen.

Hannover Messe verschoben

Wegen der weiteren Ausbreitung wird die Hannover Messe, die weltgrößte Industrieschau mit etwa 6.000 Ausstellern, von April auf Juli verschoben. Das hat die Messe AG mitgeteilt. Die Messe soll jetzt vom 13. bis zum 17 Juli stattfinden - statt Ende April.

Zuvor waren schon die Leipziger Buchmesse und der Genfer Autosalon abgesagt worden.