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London: Eine Stadt aus Stahl und Grünzeug

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Eine Grünanlage in London
Eine Grünanlage in London   -   Copyright  euronews
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Das, was die Großstadt ausmacht, ist in Sichtweite. Londoner Wolkenkratzer und Geschäftstürme - und gar nicht weit davon entfernt eine Grünanlage zum Mitmachen. Damit hier Pflanzen gedeihen und damit es summt und brummt, legen viele Menschen Hand an.

Lesley Wertheimer, die in der Grünanlage mitarbeitet, erläutert: „Wir arbeiten auf Rezept: Und zwar mit Menschen, denen seelisch oder körperlich unwohl ist und denen eine solche Umgebung gut tut: Sei es, indem sie hier umhergehen oder indem sie etwas beitragen, um diesen Ort zu verbessern."

Begrünte Dächer: In London besonders verbreitet

Die Stadtverwaltung von London will die eigene Karten noch stärker grün färben. Deshalb ist Folgendes zu beachten, wenn gebaut wird:

„Das, was neu entsteht, muss Bestandteile wie begrünte Dächer oder grüne Infrastruktur enthalten, die die biologische Vielfalt unterstützen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Menschen das wissen, aber in London gibt es mehr begrünte Dächer als in jeder anderen Stadt in Europa. Das ist toll, um die Tier- und Pflanzenwelt im Herzen der Stadt zu fördern“, so Shirley Rodrigues, stellvertretende Bürgermeisterin für Umwelt und Energie.

Auch im Inneren wächst es. Die Sonne ist in solchen städtischen Treibhäusern künstlich, Mutterboden gibt es nicht.

Nahrungsmittel aus der Stadt

Dhiresh Tailor, der Nahrungsmittel in der Stadt anbaut, sagt: „Uns wurde bewusst, dass es in London viele Orte gibt, die nicht ausreichend genutzt werden, wie betonierte Flächen. Wir wollen das nicht nur begrünen und die Umwelt in die Gebäude bringen, sondern auch Essbares anpflanzen, damit die Leute sich damit auseinandersetzen können, indem sie lernen, Nahrungsmittel in Wohnanlagen und Geschäftsräumen anzubauen.“

In manchen Ecken Londons scheinen Wände und Fassaden zu wachsen, Grünzeug rankt. Im Norden der Großstadt hübschen Freiwillige mit Beeten ihre Umgebung auf. Luke Newsome ist dabei. „Bevor es die Gärten gab, war das eher ein Ort, an dem Betrunkene herumlungerten. Seit die Zäune abgebauten worden sind, hat sich das Ganze geöffnet. Das hat hier in der Gegend für ein neues Gefühl des Stolzes gesorgt“, so Newsome.

London will beides: Bäume und Sträucher, aber auch Stahl und Asphalt. Das muss kein Widerspruch sein.

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