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Chef der Covid-Taskforce: Krankenhäuser bald überlastet

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Corona-Patientin in der Uni-Klinik in Lausanne, September
Corona-Patientin in der Uni-Klinik in Lausanne, September   -   Copyright  Laurent Gillieron/AP
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In der Schweiz warnt der Chef der Covid-Task-Force trotz der verschärften Maßnahmen zur Eindämmung des Virus vor einer baldigen Überlastung der Krankenhäuser. Die Bettenkapazität dürfte in etwa zwei Wochen erschöpft sein, so Martin Ackermann, der das Wissenschaftsgremium leitet, das die Regierung in der Pandemie berät. Auch eine Erhöhung der Kapazitäten würde angesichts der exponentiellen Ausbreitung des Virus nicht reichen. Die Auswirkungen der in dieser Woche angeordneten neuen Beschränkungen dürften erst in zehn Tagen Erleichterung bringen. Eingriffe, die keine Notfälle seien, würden bereits jetzt verschoben.

Für die Schweiz und Liechtenstein wurden am Freitag 9207 Neuinfektionen gemeldet. Am schlimmsten betroffen sind derzeit die Kantone Wallis und Genf. Nur in wenigen europäischen Ländern breitet sich das Virus derzeit schneller aus. Im Gegensatz zu Deutschland und Frankreich verzichtet die Schweiz aber bisher auf die Einführung eines erneuten Lockdowns.

Letzte Chance vor erneutem Lockdown

Der Bundesrat appellierte jetzt in einem Video an die Bevölkerung, sich an die neuen Maßnahmen zu halten, um das Gesundheitssystem und die Wirtschaft zu schützen. Dies sei die letzte Chance zur Verhinderung eines Lockdowns, warnte Gesundheitsminister Alain Berset in der "Neuen Zürcher Zeitung".

Der Bundesrat hatte am Mittwoch unter anderem eine Sperrstunde für Gaststatten, eine Ausweitung der Maskenpflicht auf Außenbereiche und eine Obergrenze von zehn Personen für private Treffen beschlossen. Zudem soll mit Antigen-Schnelltests noch mehr getestet werden.

Der Kanton Jura erklärte den Ausnahmezustand, damit sind alle Gaststätten und öffentlichen Einrichtungen geschlossen.