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USA: Trump will schnellen Truppenabzug aus Afghanistan

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USA: Trump will schnellen Truppenabzug aus Afghanistan
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Die US-Regierung will ihre Truppen im Irak und Afghanistan weiter reduzieren. Präsident Donald Trump traf diese Entscheidung entgegen des Rats führender BeraterInnen in den eigenen Reihen. Berichten zufolge hatte sich auch der vor Kurzem entlassene Verteidigungsminister Mark Esper vor allem wegen der Sicherheitslage in Afghanistan dagegen ausgeprochen. Der Teilabzug soll noch vor dem Ende der Amtszeit Trumps am 20. Januar erfolgen.

Am 15. Januar werde die Truppe in Afghanistan nur noch 2500 Soldaten groß sein. Dasselbe gelte für die Truppe im Irak, so der geschäftsführende Verteidigungsminister Christopher Miller .

Kritik kam auch vom normalerweise trumptreuen republikanischen Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell: "Ein schneller Rückzug der US-Truppen aus Afghanistan würde unseren Verbündeten schaden und diejenigen, die uns Schlechtes wünschen, freuen. Das ruft Erinnerungen an den erniedrigenden Abzug aus Saigon 1975 hervor."

Der weitere Truppenabzug aus Afghanistan war eines von Trumps Wahlversprechen. Der stufenweise Rückzug des US-Militärs aus der Region hatte unter seinem Vorgänger Obama begonnen, auch damals galt die Entscheidung wegen der Sicherheitslage am Hindukusch als heikel. Befürchtet wird nun, dass der jetzt angekündigte rasche Abzug unter anderem die laufenden Friedensverhandlungen mit den Taliban gefährdet.

Was die neuen Pläne der USA für die Bundeswehr bedeuten könnten, die mit 1200 SoldateInnenn in Afghanistan im Einsatz ist, ist noch nicht klar. Die ebenfalls in Afghanistan stationierten Nato-Partner der USA sind dort auf die Unterstützung der US-Armee angewiesen. "Spiegel Online" zufolge bereitet sich die Bundeswehr deswegen bereits auf einen schnelleren Abzug als bisher geplant war vor.