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Überraschende Wende in Nigeria - Hunderte entführte Schuljungen frei

Hunderte Eltern in Nordnigeria können aufatmen. Ihre von Bewaffneten verschleppten Kinder sind nach tagelangem Bangen ihrer Familien wieder frei.

Die Jungen waren vor einer Woche aus der Oberschule in Kankara in der Region Katsina von islamistischen Extremisten entführt worden.

In einer Audio-Botschaft hatte die sunnitische Terrorgruppe Boko Haram die Tat mit einer islamfeindlichen westlichen Erziehung der Kinder begründet. Bei früheren Entführungen waren die verschleppten Opfer ebenfalls öffentlich vorgeführt worden, um Forderungen nach Lösegeld durchzusetzen. Es ist eine wichtige Finanzierungsquelle der Organisation.

Der Überfall auf die Kankara-Schule mit ihren insgesamt rund 800 Jungen hatte zu Protesten der Bevölkerung sowie Lehrergewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen geführt. Schulen in fünf Bundesstaaten des westafrikanischen Landes blieben mit Hinweis auf die Sicherheitslage, aber auch Corona-Bestimmungen geschlossen.

Zu den Taktiken von Boko Haram zählen neben Angriffen auf Schulen und der Verschleppung von Kindern auch die Rekrutierung und der Einsatz von Kindersoldaten sowie die Zwangsverheiratung von Mädchen und jungen Frauen.