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Sachsen-Anhalt: Letzter Stimmungstest vor Bundestagswahl

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Von euronews
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Die Landesflagge Sachsen-Anhalts
Die Landesflagge Sachsen-Anhalts   -   Copyright  AFP (Videostandbild)
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Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag ist in Deutschland der letzte echte politische Stimmungstest vor der Bundestagswahl am 26. September.

Seit 2016 ist in Magdeburg eine Koalition aus CDU, SPD und Grünen an der Macht. Ministerpräsident Reiner Haseloff will seine Arbeit fortsetzen. Seine CDU kommt in Umfragen auf 25 bis 30 Prozent, seine bisherigen Koalitionspartner jeweils nur auf rund 10 Prozent. Die Grünen erhoffen sich Rückenwind aus Berlin.

Sebastian Striegel von Bündnis 90/Die Grünen sagt: „Sachsen-Anhalt ist ein Bundesland dass permanent Einwohner verliert mit einer sehr stark überalterten Bevölkerung. Und wir bräuchten Zuwanderung, wir bräuchten gelingende Zuwanderung nach Sachsen-Anhalt. Aber auch wegen der Wahlerfolge der AfD, einer rassistischen Partei, finden es viele Menschen nicht attraktiv, nach Sachsen-Anhalt zu ziehen, sondern sagen, sie gehen lieber in anderen Bundesländer."

AfD war 2016 zweitstärkste Kraft

2016 war die AfD mit 24,3 Prozent zweitstärkste Kraft in Sachsen-Anhalt. Mit einem ähnlichen Ergebnis kann die Partei laut Umfragen erneut rechnen. An eine Regierungsbeteiligung der AfD glaubt deren Spitzenkandidat Oliver Kirchner nicht.

„Es gibt keine Partei, die mit uns zusammenarbeiten will und von daher würden wir dann wieder Oppositionspartei sein. Aber das haben wir ganz gut gemacht in den letzten fünf Jahren. Wir haben viele Untersuchungsausschüsse gemacht, viele Verfassungsklagen, das können wir auch gerne weiter so machen“, so Kirchner.

„Wir brauchen junge Leute, wir brauchen Dynamik"

Die Coronavirus-Pandemie ist nicht das einzige Wahlkampfthema in Sachsen-Anhalt. Ein Mann wünscht sich „...dass man wirklich nicht so viel an Europa denkt, sondern mehr an Deutschland. Und dafür tritt die AFD ein." Ein anderer findet: „Wir brauchen junge Leute, wir brauchen Dynamik in dem Land. Und dafür steht die AfD für mich nicht dafür, ganz klar nicht. Und wir brauchen in dem Land für mich mehr Selbstbewusstsein."

Knapp 1,8 Millionen Menschen sind in Sachsen-Anhalt wahlberechtigt, rund 27 Prozent haben bereits per Brief abgestimmt.