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Gegen Plastikmüll: In Kinshasa rattert der Schredder rund um die Uhr

Kinshasa, die Millionenstadt in der Demokratischen Republik Kongo, ist bekannt für ihre Müllberge und mit Plastikflaschen übersäten Flüsse. Deswegen wird sie auch "Kin la belle" (Kin, der Mülleimer) genannt.

Dagegen versucht das Recyclingunternehmen Clean Plast anzukämpfen. Die Firma beschäftigt rund hundert Mitarbeiter und verfügt über eine Kunststoffrecyclinganlage. Die ist allerdings nach Angaben des technischen Direktors nur zu 20 % ausgelastet.

In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Kinshasa hat das Unternehmen 15 Sammelstellen für Kunststoffabfälle in der Stadt eingerichtet, an denen täglich etwa 10 Tonnen gesammelt werden.

Ziel ist es, in jeder der 24 Gemeinden der Hauptstadt mindestens zwei Standorte einzurichten und 4.000 Tonnen Abfall pro Monat zu sammeln.

Deswegen gibt es einen finanziellen Anreiz: Anwohner sollen Plastikmüll sammeln und ihn an die Sammelstellenverkaufen. Und so langsam kommt das System in Fahrt.

Auf dem Gelände stehen Berge von Bündeln gepresster Plastikflaschen neben anderen Bündeln bereits geschredderten Abfalls. Der Schredder rattert rund um die Uhr.

Außerdem gibt es Partnerschaften mit Herstellern von Kunststoffprodukten, die ihre Abfälle zur WIederverwertung schicken.

Ziel ist es, eine Palette von 100 % recycelten, Kinshasa hergestellten Produkten anzubieten.