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Weltraum-Jahresrückblick: das Zeitalter der Spritztouren ins All hat begonnen

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Von Jeremy Wilks  & Sabine Sans
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Weltraum-Jahresrückblick: das Zeitalter der Spritztouren ins All hat begonnen
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2021 war das Jahr, in dem der Weltraumtourismus richtig Fahrt aufnahm. Der Brite Richard Branson war der erste Milliardär, der im Juli kurzzeitig die Erdatmosphäre verließ.

Neun Tage später flog der Amerikaner Jeff Bezos in seiner Blue Origin-Raumkapsel 20 Kilometer höher ins Weltall.

Laut ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher hat damit ein neues Zeitalter der Spritztouren ins All für die Reichen und Berühmten begonnen:

"Es ist der Beginn einer völlig neuen Ära. Ich gehe davon aus, dass in sieben, acht Jahren mehr Touristen ins All fliegen als Astronauten im klassischen Sinn, und ja, das ist der Anfang davon."

Trotz der Risiken: Traumberuf Astronaut

Während die Amateure Spaß hatten, arbeiteten die Profis ein weiteres Jahr auf der in die Jahre kommenden Internationalen Raumstation.

Sechs Monate lang führte ESA-Astronaut Thomas Pesquet Hunderte Experimente durch und nutzte seine Freizeit, um sich mit seiner großen Fangemeinde in den sozialen Medien auszutauschen.

Sein deutscher ESA-Kollege Matthias Maurer musste die ISS kurzfristig wegen Weltraumschrott räumen, nachdem Russland eine Rakete auf einen eigenen Satelliten abgefeuert hatte.

Trotz der Risiken gibt es viele, die davon träumen, Astronaut zu werden. Die ESA verzeichnete 22.000 Bewerbungen für die sechs von ihr angebotenen Astronautenjobs.

"Ich freue mich sehr über diese große Resonanz, denn sie zeigt, dass der Weltraum bei jungen Menschen angesagt ist und sie davon träumen, Astronaut zu werden", so Aschbacher.

Die Erkundung des Mars

Das Ziel ist, dass zukünftige Astronauten eines Tages auf dem Mars spazieren gehen. Bisher konzentriert man sich jedoch darauf, den roten Planeten mit Rovern und Satelliten zu bevölkern.

Darunter: Die erste interplanetare Mission der Vereinten Arabischen Emirate. Ihre Hope-Sonde tauchte im Februar für Untersuchungen in die Marsatmosphäre ein.

Im Sommer gelang China eine weitere Weltraumpremiere: Der chinesische Zhurong-Rover landete bei seinem ersten Versuch auf dem Mars und erfüllte seine wissenschaftlichen Ziele.

Der Perseverance-Rover der NASA ist nicht nur sicher gelandet: Ein winziger Hubschrauber flog auf der Suche nach Bodenproben über den Mars. Sie sollen eines Tages zur Erde zurückkehren.

Weltraumtechnologie und Klimawandel

Was die Erde betrifft, so war 2021 ein Jahr, in dem Bilder aus dem Weltraum die Diskussion über den Klimawandel veränderten. Dank der Weltraumtechnologie kann man eindrücklich erleben, wie sich die Atmosphäre und die Oberfläche unseres Planeten durch die Aktivitäten des Menschen verändern.