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Demo gegen Rio Tinto: Handgefechte auf der Autobahn

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Von Euronews
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Demonstranten blockieren die Autobahn in Belgrad.
Demonstranten blockieren die Autobahn in Belgrad.   -   Copyright  Darko Vojinovic/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

In Serbien haben trotz schlechtem Wetter erneut Hunderte Menschen gegen das Bergbauunternehmen Rio Tinto, seine Pläne für den Lithiumabbau in dem Balkanland und die Umweltpolitik der Regierung protestiert. Die Demonstranten blockierten Straßen, zum Beispiel eine Autobahnabfahrt in der Hauptstadt Belgrad. Hier kam es zu Auseinandersetzungen zwischen wütenden Autofahrern und den Demonstranten. Autofahrer stiegen aus ihren Wagen aus und beschimpften die Demonstranten. Es kam zu Handgefechten. Ein Verletzter musste im Krankenwagen behandelt werden.

Demonstrantin Anja Stefanovic sagt: "Der Umweltschutz in Serbien wird mit Füßen getreten. Überall im Land zerstören ausländische Investoren das Land. Das Rio Tinto Projekt ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Das können wir einfach nicht mehr hinnehmen."

Suzana Lazarevic will auch auf keinen Fall aufgeben: "Wir blockieren die Straße allein mit unseren Körpern. Wir wollen, dass alle kapieren, dass wir unser Land nicht ausverkaufen, dass wir nicht zulassen, dass ein multinationaler Koloss unsere Umwelt zerstört und uns das wegnimmt, was unsere Vorfahren mit ihrem Blut verteidigt haben."

Experten warnen davor, dass der Abbau von Lithium, einem Material, das für Auto- und andere Batterien verwendet wird, das Ackerland, das Ökosystem und das Wasser der Region zerstören würde. Die Verbesserung des Umweltschutzes ist eines der Kriterien, die Serbien erfüllen müsste, um auf seinem Weg zum Beitritt zur Europäischen Union voranzukommen.

Ministerpräsidentin Ana Brnabic sagte, dass ihre Regierung "nahe daran sei, alle Geschäfte mit dem multinationalen Bergbauunternehmen Rio Tinto zu annullieren". "Wir hören auf unsere Leute", sagte Brnabic.