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Schweizer Gletscher schmelzen im Rekordtempo

Gletscher, oder was noch davon übrig ist
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Von Euronews
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Klimaerwärmung und Saharastaub machen den Gletschern zu schaffen. Experten machen sich Sorgen wegen der langfristigen Entwicklung.

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Die Schweizer Gletscher schmelzen im Rekordtempo. Einer Studie der Schweizer Akademie der Wissenschaften zufolge haben sie im aktuellen Jahr bereits sechs Prozent des Gletschervolumens an Eis verloren. Ein Rekord, der sogar den Hitzesommer 2003 übertrifft. Manche Gletscher verloren eine Eisschicht von sechs Metern Dicke.

"Wenn das so weitergeht, werden die Gletscher noch viel früher verschwunden sein, als wir befürchtet haben", so Matthias Huss, Glaziologieprofessor und Chef des Schweizerischen Gletschermessnetzes, "Klimavorhersagen zeigen, dass es im Jahr 2100 zwar noch etwas Eis in Höhenlagen gibt. Aber wenn wir den Klimaschutz nicht vorantreiben und die Treibhausgase weltweit reduzieren, ist das Eis bis dahin fast weg."

Schon im Frühling war die Schneehöhe gering. Dann brachte der Wind große Mengen Saharastaub in die Alpen. Der dunkle Staub absorbierte mehr Sonnenlicht, die Gletscher schmolzen noch schneller.

Schneeferner jetzt noch schneeferner

Bereits vor ein paar Tagen hatte die Bayerische Akademie der Wissenschaften mitgeteilt, dass dem Südlichen Schneeferner in Deutschland den Gletscherstatus aberkannt wird. Auch seine Eisdecke wird immer dünner. Damit schmilzt die Zahl der deutschen Gletscher von fünf auf vier. 

In einem gerade erst beim Extremwetterkongress in Hamburg vorgestellten Faktenpapier schreiben Wissenschaftler, dass die gegenwärtige globale Erwärmung in Deutschland stärker wirkt als im globalen Mittel. Extrem heiße und trockene Sommer seien viel wahrscheinlicher geworden. Während die globale Temperatur im linearen Trend um etwa 1,1 Grad über der Zeit von 1881 bis 1910 liege, seien es in Deutschland etwa 1,6 Grad. Seit 1960 war den Angaben zufolge jede Dekade hierzulande wärmer als die vorherige. Neun der zehn wärmsten Jahre seit 1881 traten den Angaben zufolge seit 2000 auf.

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