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"Kukeri" in Pernik, Bulgarien, 28.01.2023
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Video. Tradtioneller Maskenumzug in Bulgarien

Es ist farbenfroh, laut und voller jahrhundertealter Traditionen: das Surva-Festival in der Region Pernik, der älteste Maskenumzug Bulgariens.

Es ist farbenfroh, laut und voller jahrhundertealter Traditionen: das Surva-Festival in der Region Pernik, der älteste Maskenumzug Bulgariens.

Nach einer dreijährigen Pause aufgrund der Pandemie sind die als Kukeri bekannten Darsteller wieder da.

Mit ihren Tänzen sollen sie böse Geister vertreiben und das symbolische Ende des Winters feiern.

Ivan Stamov, einer der Kukeri, erklärt: "Unser Brauch ist, dass wir an Fastnacht auftreten. Jedes Jahr ist es ein anderer Tag. Wir tanzen für die Gesundheit, für die Fruchtbarkeit, für den Wohlstand, für das Glück der Menschen. Um das Böse zu vertreiben und das Gute herrschen zu lassen. Wir kommen aus Zimnitsa, Region Jambol. Wir pflegen diese Tradition schon seit über 200 Jahren".

Die Veranstaltung hat aber auch ein internationales Flair.

Rund 10.000 Kukeri aus Griechenland, Rumänien, Serbien, Italien, Slowenien, Albanien, Nordmazedonien, Montenegro und Kroatien nehmen teil.

Sie tanzen und schütteln laute Kuhglocken in der Hoffnung, die bösen Geister zu vertreiben. Sie singen auch, um gute Ernten, Gesundheit und Fruchtbarkeit herbeizurufen.

Ihre Kostüme bestehen aus Tierhäuten mit langem Fell sowie aufwändig verzierten, oft furchterregenden Masken und großen Kupferglocken, die um die Taille gebunden werden.

Manche Masken haben zwei Gesichter - ein böses auf der Vorderseite und ein gutes auf der Rückseite, was eine Verbindung zwischen Gut und Böse symbolisieren soll.

Die Tänze und das Schlagen der Glocken wurden traditionell von jungen, unverheirateten Männern ausgeführt, aber heutzutage nehmen auch Frauen und Kinder daran teil.

"Die Tänze zielen darauf ab, das Böse zu verscheuchen, das haben alle Darsteller des Festes gemeinsam. Ihre Darbietungen drücken ein Gefühl von Magie und Geheimnis aus, denn das Böse ist immer bei uns, auch wenn es unsichtbar bleibt", erklärt Nadya Manolova, Geschichtsprofessorin an der Universität Sofia.

"Auf der anderen Seite gibt es das Feuer und den Klang der Kupferglocken, die die Menschen dazu aufrufen, sich im Kampf für das Gute zu vereinen, und die viele junge Menschen, darunter auch Kinder, zur Teilnahme anlocken, obwohl dies früher nicht zu den Traditionen gehörte".

Das Volksfest wurde 2015 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

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