Jedes Jahr verwandelt sich Ivrea in die Kulisse einer ritualisierten Straßenschlacht: der Schlacht der Orangen. Einwohnerinnen und Einwohner bilden Fußtruppen und treten gegen maskierte Wagenbesatzungen an, die vom Wagen aus zurückwerfen. In Salven fliegen die Zitrusfrüchte durch die Luft – wild und zugleich genau organisiert. Der Wettstreit ist das Herz des Karnevals von Ivrea und markiert den Beginn seiner intensivsten Tage.
Das Ritual erzählt die Geschichte von Violetta, der Tochter eines Müllers, die einen Tyrannen tötet und damit einen Aufstand auslöst. Heute stehen die Früchte symbolisch für Steine – und für Wut.
Der Karneval von Ivrea dauert drei Tage vor Beginn der Fastenzeit. Er verbindet Lärm, körperliche Anstrengung und strenge Organisation. Die Einheimischen tragen rote Mützen und zeigen damit, dass sie nicht mitkämpfen. Besucherinnen und Besucher sollen erst zuschauen und sich dann ins Getümmel stürzen.
Das Programm in diesem Jahr reichte von Anfang Januar bis zum Fastnachtsdienstag am 17. Februar. Die Schlacht der Orangen fand am Sonntag, Montag und Dienstag statt. Am Montag zogen Umzüge durch die Stadt, bevor am späten Nachmittag die Orangenschlachten begannen.