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IWF: "Brexit"-Beben erreicht Weltwirtschaft

IWF: "Brexit"-Beben erreicht Weltwirtschaft
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Für viele wichtige Industrie- und Schwellenländer ist der Internationale Währungsfonds IWF pessimistischer als noch im Januar, unter anderem in Frankreich wegen der “Gelbwesten”-Proteste, in Großbritannien wegen der weit verbreiteten "Brexit"-Unsicherheit. Weitere Risiken: Die von US-Präsident Donald Trump entfachten Handelsstreitigkeiten und eine neue Schuldenkrise in Italien.

Produktionsdaten der Industrie und die Befragung von Einkaufsmanagern deuteten darauf hin, dass die erste Jahreshälfte 2019 schwächer verlaufen dürfte als die zweite, so die IWF-Konjunkturforscher. Der Weltwirtschaftsausblick prognostiziert für 70% der Weltwirtschaft ein langsameres Wachstum – mehr als zwei Drittel der Abstriche gingen auf das Konto der reichen Länder.

So werde die Weltwirtschaft 2019 nur noch um 3,3 Prozent zulegen. Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als im Ausblick davor. Im Jahr darauf, 2020, würden es dann aber plus 3,6 Prozent, ein ähnlich starkes Wachstum wie 2018, so der IWF.

IWF-Chefvolkswirtin Gita Gopinath:

„Die enorme Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Brexit beeinflusst das Wachstum des Vereinigten Königreichs negativ und ist einer der Gründe für unsere Abwärtskorrektur. Dies wäre der erste Punkt, eine sehr lange anhaltende Unsicherheit. Der zweite ist natürlich, dass im Falle eines No-Deal-Brexits die Auswirkungen auf die britische Wirtschaft ziemlich groß wären. “

2020 RAUS AUS DER DELLE

Im Handelsstreit verwies der IWF auf die jüngsten Entspannungssignale zwischen den USA und China - einer der Gründe, warum die Weltwirtschaft 2020 wieder an Dynamik gewinnen sollte. US-Präsident Trump hatte zuletzt gesagt, ein Handelsabkommen mit China sei innerhalb von etwa vier Wochen denkbar. Er wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken vor und hat Strafzölle verhängt, die die Regierung in Peking gekontert hat. Trump hat auch der EU wiederholt mit Sonderabgaben auf Autos gedroht, was vor allem Deutschland treffen würde. Zudem drohten die USA nun wegen des Vorwurfs illegaler Beihilfen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus mit Zöllen auf weitere EU-Produkte.

su