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Mehr Wolfsrisse in Deutschland - Bauernverband alarmiert

Archivbild: Wolf in den Niederlanden
Archivbild: Wolf in den Niederlanden   -   Copyright  Christophe Gateau/AP
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In den letzten Jahren haben Wolfsrisse in Deutschland zugenommen. Der Deutsche Bauernverband ist alarmiert.

Die Zahl der bei Wolfsangriffen getöteten und verletzten Weidetiere nimmt weiter dramatisch und exponentiell zu, 2019 erneut um 40 Prozent.
Bernhard Krüsken
Generalsekretär Deutscher Bauernverband

Unter Naturschutz

Laut der Dokumentationsstelle des Bundes wurden 2019 bei 887 Wolfsübergriffen 2894 Nutztiere verwundet oder getötet. Darunter waren mehr als 2500 Schafe und Ziegen, aber auch Rinder und Pferde.

Der Wolf ist nach einer Richtlinie der Europäischen Union sowie nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Doch da Wolfsrudel große Schäden bei Landwirten anrichten, beschloss die Bundesregierung im Dezember, dass Wölfe unter bestimmten Bedingungen leichter getötet werden dürfen.

Mehr als 100 Rudel in Deutschland

Im Dezember sprach das Bundesamt für Naturschutz von mindestens 105 Rudeln, die im Bundesgebiet leben, vor allem in Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Der Wolf war im 19. Jahrhundert in Deutschland ausgerottet worden. Um die Jahrtausendwende wanderte er von Osten kommend wieder ein. Mangels natürlicher Feinde hat sich die Zahl der Wölfe in den letzten 20 Jahren stark vermehrt.