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Migrantenkrise in Ceuta: Hunderte Minderjährige irren umher

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Nur der Ausblick ist idyllisch: Viele Minderjährige haben Angst, nach Marokko zurückgeschickt zu werden
Nur der Ausblick ist idyllisch: Viele Minderjährige haben Angst, nach Marokko zurückgeschickt zu werden   -   Copyright  Bernat Armangue/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
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Die Migrantenkrise in der spanischen Mittelmeerexklave Ceuta hat sich entspannt. Nach dem Tod von drei Schutzsuchenden im Grenzgebiet hat Marokko die Rückkehr von etwa 7.500 der insgesamt 9.000 Menschen akzeptiert.

Unter ihnen sind auch viele Kinder und Jugendliche, deren Eltern den Nachweis erbracht haben, dass sie erziehungsberechtigt sind.

Allerdings halten sich immer noch Hunderte unbegleitete Minderjährige in der autonomen Stadt auf.

Mabel Deu ist die stellvertretende Regionalpräsidentin der Stadt Ceuta: "Wir arbeiten unermüdlich und bis zur Erschöpfung, um die Zugehörigkeit dieser Kinder, die notwendigen Daten und die Bestätigung ihrer Eltern zu bekommen, um diese Minderjährigen nach Hause zurückbringen zu können."

Das Problem: viele andere Minderjährige irren in der Exklave umher. Ohne zu wissen, wohin sie gehen oder an wen sie sich wenden sollen. Längst nicht alle stammen aus Marokko.

"Wir haben nichts"

"Wie alt bis Du?", fragt der Reporter. "Ich bin fünfzehn Jahre alt und komme aus Guinea Conacry" sagt der Jugendliche. "Dort haben wir nichts zu essen, wir haben nichts, die Schulen sind nicht effektiv", erklärt er.

Die massive Ankunft von Migranten in Ceuta, gegen die Marokko nichts unternahm ereignete sich im Kontext einer schweren diplomatischen Krise zwischen Rabat und Madrid. Auslöser ist der Krankenhausaufenthalt, den Spanien Brahim Ghali gewährte. Er ist der Anführer der Polisario-Front, die für die Unabhängigkeit der Region Westsahara kämpft, die in Großteilen von Marokko annektiert wurde.

Laut Medienberichten befindet sich Ghali nach seiner schweren Covid-19-Erkrankung auf dem Weg der Besserung.