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Moskau: "Es wird Diskriminierung von Ungeimpften geben"

Von Ioulia Poukhli
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Moskau: "Es wird Diskriminierung von Ungeimpften geben"
Copyright  Pavel Golovkin/AP
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Das Programm “Covid freie Zone“ gilt schon sehr bald in Moskau. Geimpfte werden Freiheiten genießen, für Ungeimpfte wird das Leben komplizierter. In ein Restaurant kommt nur noch, wer geimpft ist, eine Infektion überstanden oder einen negativen Test vorweisen kann, der nicht älter als 72 Stunden ist. Geprüft wird über einen QR-Code. Noch ist es ein Pilotprojekt, aber in wenigen Tagen wird es für alle Restaurants, Cafés und Bars verpflichtend.

Die Corona-Situation in der russischen Hauptstadt gilt als "sehr schwierig", der Kreml kündigte an, dass Ungeimpfte absehbar nicht mehr überall werden arbeiten können, das Ungeimpfte mit Diskriminierung leben müssten, weil sie sonst eine Gefährdung für andere darstellen könnten.

Die schlimmste Teilung in der russischen Gesellschaft ist im Augenblick die zwischen denen auf der Intensivstation mit Beatmungsgeräten - und denen, die nicht dort liegen. Wir müssen alles tun, um das zu verhindern.
Dimitry Peskov
Sprecher des russischen Präsidenten

Für die, die in der russischen Hauptstadt in der Dienstleistungsbranche arbeiten, wurde eine Impfpflicht angeordnet. Anders sieht man keine Möglichekit mehr, den dramatischen Anstieg der Coronavirus-Infektionen in den Griff zu bekommen.

Die Realität ist doch, dass es unweigerlich eine Diskriminierung geben wird. Menschen ohne Impfung oder Immunität werden nicht überall arbeiten können. Es ist nicht möglich. Es wird eine Bedrohung für die Menschen um sie herum darstellen.
Dimitri Peskow
Kreml-Sprecher

Moskau ist damit die erste Weltstadt, in der eine Impfpflicht angeordnet wird. Russland hat eine ausgesprochen niedrige Impfbereitsschaft, nur 15 % der Russen sind bisher immunisiert.