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Der ukrainische Präsident Selenskyj im Bundestag: "Uns trennt eine Mauer"

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Von Alexandra Leistner
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Selenskyj spricht zum Bundestag am Donnerstagmorgen
Selenskyj spricht zum Bundestag am Donnerstagmorgen   -   Copyright  AP/AP

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hält eine virtuelle Ansprache an die Abgeordneten des Bundestags in Berlin. Selenskyj hält sich weiter in Kiew auf. Die Hauptstadt gerät mehr und mehr unter Beschuss.

Die Ansprache in voller Länge finden Sie oben im Player.

Hintergrund der Rede ist die anhaltende Zerstörung und das Töten russischer Truppen in der Ukraine. Russland greift dabei mit schwerer Artillerie zivile Ziele an, darunter Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten, Kirchen, Theater.

Tausende Menschen sind ums Leben gekommen, Millionen Menschen haben das Land verlassen und in den Nachbarländern Zuflucht gefunden.

Die stellvertretende Bundestagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt sagte, Russland habe versucht, der Ukraine das Existenzrecht absprechen aber sei damit gescheitert.

"Eine Mauer trennt uns"

Vor dem Bundestag sagte Wolodymyr Selenskyj 108 Kinder seien in dem Krieg bereits ums Leben gekommen. In Europa werde ein Volk vernichtet, die Freiheit der Ukraine ganz klar angegriffen, aber man helfe ihnen nicht.

Er kritisierte die Verbindungen, die es weiterhin zwischen russischen und deutschen Unternehmen gibt. Nord Stream 2 sei eine Waffe in diesem lange von Russland vorbereiteten Krieg.

Die deutschen Abgeordneten hätten sich gegen einen NATO-Beitritt der Ukraine ausgesprochen, und auch ein EU-Beitritt sei in unmittelbarer Nähe nicht in Aussicht, warf Selenskyj dem Bundestag vor. Deutschland habe diese Mauer zwischen Deutschland und der Ukraine aufgebaut.

Er appellierte an die deutsche Bevölkerung, sich für das ukrainische Volk einzusetzen. Er dankte allen Menschen, die den Ukrainern helfen, Unternehmen, die das Geschäft mit Russland ausgesetzt haben, Journalist:innen, die ehrlich über den Krieg berichten.

Für seine Ansprache erhielt Selenskyj viel Beifall.