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Deutschland braucht dringend neue Wohnungen: Bundesregierung schmiedet 14-Punkte-Plan

Wohnraum ist vor allem in deutschen Großstädten Mangelware
Wohnraum ist vor allem in deutschen Großstädten Mangelware Copyright Michael Probst/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von euronews
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Insbesondere in Großstädten ist die Lage schwierig: Deutschland leidet unter erheblicher Wohnungsnot. Die Bundesregierung will mit einem 14-Punkte-Plan gegenlenken.

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Mit einem 14-Punkte-Plan will die deutsche Bundesregierung der Wohnungsnot entgegenwirken. Kanzler Olaf Scholz hatte an diesem Montag zu einem Gipfel geladen. Es soll unter anderem die Wohneigentumsförderung für Familien angehoben sowie in den kommenden beiden Jahren die Umwandlung von leerstehenden Geschäftsräumen in Wohnungen mit 480 Millionen Euro angeschoben werden.

Welches sind die Gründe für die Wohnungsnot?

Zu den wichtigsten Gründen für die Wohnungsnot in Deutschland gehört die demografische Entwicklung: Laut dem Statistischen Bundesamt lag die Anzahl der Einpersonenhaushalte in Deutschland im Jahr 2019 bei 42,3 Prozent. Im Vergleich: 1970 betrug der Anteil noch 25,1 Prozent. Laut Vorhersage des Statistischen Bundesamtes wird sich diese Entwicklung fortsetzen.

Auch die lange zunehmende Verstädterung beziehungsweise die verstärkte Umzugsbewegung vom Land in die Stadt verschärfte die Lage auf dem Wohnungsmarkt. Mittlerweile kehrt sich die Entwicklung jedoch um. 2021 verzeichneten deutsche Großstädte den höchsten Bevölkerungsrückgang seit 1994. Dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung zufolge ist vor allem eine Abwanderung ins Umland von Großstädten zu verzeichnen.

Auch Zuwanderung aus dem Ausland ist ein Grund, weshalb Wohnungen in Deutschland knapp sind.

Rahmenbedingungen verbessern

„Mit dem heute vorgestellten Maßnahmenpaket wird es uns gelingen, mehr Investitionen in den Wohnungsbau zu erreichen und damit die Bau- und Immobilienbranche zu stabilisieren und zu stärken. Wir werden die Rahmenbedingungen verbessern, um mehr bezahlbaren, klimaneutralen und barrierearmen Wohnraum zur Verfügung zu stellen", so Bundesbauministerin Klara Geywitz.

Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, meint: „Die Branche ist wie gesagt in einer schlechten Verfassung, die Leute suchen dringend Wohnraum. Und wir brauchen natürlich auch neue Wohnungen für die vielen Fachkräfte, die aus dem Ausland für alle Industrien in Deutschland zu uns ins Land kommen müssen. Wir erwarten deswegen ein umfassendes Baupaket. Wir erwarten vor allem eine Entscheidung des Bundeskanzlers, der auch zwischen den vielen Ministerien, die für den Bau in Deutschland verantwortlich sind, eine klare Entscheidung, wie wir den Bau nach vorne bringen können."

In Deutschland fehlen derzeit Erhebungen zufolge rund 700 000 Wohnungen, besonders angespannt ist die Lage in Großstädten. Das Ziel der Bundesregierung lautet jährlich mindestens 400 000 neue Wohnungen - erreicht wurde das bislang nicht.

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