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Der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in der Großstadt Minneapolis hat am Wochenende in den USA erneut zu Protesten und Gewalt geführt.

Trotz Ausgangssperren in zahlreichen Städten gingen Menschen die fünfte Nacht in Folge auf die Straßen. Sie protestierten gegen Brutalität, Diskriminierung und Ungerechtigkeit gegenüber Menschen mit schwarzer Hautfarbe. Präsident Donald Trump machte linksradikale Gruppen für die Ausschreitungen verantwortlich.

Auch in New York protestierten wieder Tausende. Erneut kam es zu Ausschreitungen. Einige Demonstranten warfen Flaschen, zertrümmerten Geschäfte und zündeten Polizeiautos an, wie TV-Aufnahmen zeigen. Beamten setzten Pfefferspray ein.

Dutzende Menschen wurden festgenommen - sieben davon vor dem Trump Tower. In dem Wolkenkratzer unweit vom Central Park hatte der US-Präsident bis zu seinem Umzug ins Weiße Haus gelebt.

George Floyd war am Montagabend nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis gestorben. Einer von vier beteiligten Beamten saß dem 46-Jährigen minutenlang mit dem Knie im Nacken. Die Bitten des Afroamerikaners, ihn atmen zu lassen, ignorierte er.

Inzwischen wurde Anklage gegen ihn erhoben. Forderungen wurden laut, auch die drei anderen Polizisten zur Rechenschaft zu ziehen.