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Laschet, Söder und die Kanzlerkandidatur - nur 21% wollen Laschet

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CDU-Parteivorsitzender Armin Laschet
CDU-Parteivorsitzender Armin Laschet   -   Copyright  Michael Sohn/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Premiere für Armin Laschet, der neue CDU-Chef hat am Montag seine erste Partei-Vorstandssitzung geleitet. Auf der anschließenden Pressekonferenz bombardierten ihn die Journalisten hauptsächlich mit Fragen zu seinem Kontrahenten Friedrich Merz.

Auf dem digitalen CDU-Bundesparteitag vor mehr als einer Woche hatte Laschet das Rennen um den Parteivorsitz mit 55 Prozent der Stimmen gegen Friedrich Merz und Norbert Röttgen gewonnen. Seit Freitag ist das Ergebnis offiziell, die Delegierten hatten Laschet per Brief mit 80 Prozent bestätigt.

Der neue CDU-Chef wurde mehrfach dazu befragt, wie er Merz künftig einbinden will. Nach der Wahl Laschets sollen hunderte enttäuschte Merz-Unterstützer aus der Partei ausgetreten sein. Generalsekretät Paul Ziemiak konnte das nicht bestätigen und sagt, es habe mehr Parteieintritte gegeben.

Einen angebotenen Platz im Präsidium der CDU habe Merz abgelehnt, sagte Laschet.

"Präsidium war das stärkste, was wir im Moment hätten anbieten können, jetzt werden wir über andere Formen nachdenken, ich schätze ihn, ich schätze seinen Rat und er wird seinen Platz finden."

"Also zum ersten war ein Platz im Präsidium frei, den habe ich Friedrich Merz angeboten, weil er auch in der Stichwahl derjenige war, der von einem großen Teil der Partei getragen wurde. Ich freue mich, dass Norbert Röttgen jetzt Mitglied des Präsidiums ist."

Einen Platz in einem Schattenkabinett habe er aber nicht anzubieten, erklärt Laschet - schließlich gebe es noch keinen Kanzlerkandidaten.

Die Deutschen wünschen sich einer Umfrage der Funke-Mediengruppe zufolge offenbar einen Kanzler, der für den Partei-Vorsitz gar nicht zur Wahl stand: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Den CSU-Politiker können sich 43 Prozent der Befragten gut in Berlin vorstellen. Den designierten CDU-Chef Laschet halten lediglich 21 Prozent für den besten Kanzlerkandidaten.

Zunächst stehen aber die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an. Erst nach diesen Stimmungstests startet das Rennen zwischen Laschet und dem mutmaßlicher Kanzlerkonkurrenten Söder.