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Omikron auf dem Vormarsch in Europa

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Von Euronews
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Omikron auf dem Vormarsch in Europa
Copyright  Andre Penner/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Europa rüstet sich für die anrollende Covid-Variante Omikron. 

In Litauen

In Litauen dürfte der bisherige Rekord von 3.800 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in den kommenden Tagen gebrochen werden, schätzt der Direktor des größten litauischen Krankenhauses. Die Zahlen könnten sich auf dem Höhepunkt der Welle vervierfachen. 

Dennoch sieht Feliksas Jankauskas nicht schwarz: "Wir können tatsächlich feststellen, dass Omikron vorherrschend ist. Der Unterschied aber ist, dass wir bisher keine schweren Fälle hatten, von denen gibt es mit großer Sicherheit nicht mehr als vorher. Die Belegung in den Krankenhäusern nimmt auch nicht zu. Das bedeutet, dass die meisten mit Omikron infizierten Patientinnen und Patienten nicht ins Krankenhaus müssen, da die Symptome eher schwach sind", sagte er.

Es wird eher befürchtet, dass es zu Engpässen bei den Tests kommen könnte. In den letzten Tagen wurden 15.000 PCR-Tests durchgeführt, im baltischen Land leben rund 3 Millionen Menschen.

In Deutschland

Auch in Deutschland bereiten sich Bund und Länder auf möglicherweise explodierende Corona-Zahlen vor. Bei gemeinsamen Beratungen wurden Verschärfungen beschlossen, bei denen jedoch Sachsen-Anhalt und Bayern ausscheren wollen. 

So gilt in Deutschland künftig 2G+ in Kneipen, Cafés und Bars. Die darf man entweder nur noch geboostert betreten, oder genesen oder geimpft, aber mit zusätzlichem negativen PCR-Test.

Die Quarantäne-Zeit für Omikron-Fälle oder Kontaktpersonen wird verkürzt.

In Großbritannien

In Großbritannien werden Hunderte Soldaten Krankenhäuser und Notfalldienste unterstützen. Hintergrund ist, dass nach Angaben des Gesundheitsdienstes NHS mehr als 39.000 Mitarbeiter in englischen Krankenhäusern ausfallen, weil sie selbst krank oder eine Kontaktperson sind - mit prozentual den meisten Lücken in London, dem Epizentrum der Omikron-Welle.

Der Verteidigungsminister James Heappey sagte, "zu dieser Jahreszeit herrscht in Krankenhäusern Hochbetrieb, selbst ohne Covid-19. Setzt man die Pandemie noch oben drauf, ergibt sich eine Ausnahmesituation, ein Kriegszustand für den NHS."

In Frankreich

Auch an französischen Schulen kommen die Einschläge näher. Diese will die Regierung in Paris unter keinen Umständen schließen. An diesem Donnerstag mussten landesweit dennoch über 9.200 Klassen dicht machen, weil Kinder sich mit Covid-19 infiziert hatten - drei mal mehr Klassen als noch Mitte Dezember.