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UN-Index: Lebensmittelpreise auf Allzeit-Hoch

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Von euronews
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Getreide für arme Familien in Äthiopien.
Getreide für arme Familien in Äthiopien.   -   Copyright  Ben Curtis/ Associated Press

Lebensmittel sind so teuer wie nie zuvor. Das gab die Welternährungsorganisation FAO in Genf bekannt. Demnach befindet sich der monatlich erhobene Preisindex mit einem Wert von 159,3 im März auf einem Allzeithoch. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei er um über ein Drittel gestiegen. Besonders bemerkenswert sei auch der Kostenanstieg von Februar auf März, der 12,6 Prozent betragen habe, so ein FAO-Sprecher. Das sei der zweithöchste Anstieg in der 70-jährigen Geschichte des Indexes, hieß es.

Der Krieg in der Schwarzmeerregion habe die Märkte für Grundnahrungsmittel und Pflanzenöle erschüttert, so die FAO. Vor allem die Getreidepreise seien gestiegen, unter anderem wegen der Blockade ukrainischer Häfen. Auch russische Exporte würden durch logistische und finanzielle Problem behindert. Eine weitere Rolle spielten klimatische Bedingungen in anderen Ländern.

Besonders schlimm sind die Konsequenzen für afrikanische Länder wie Äthiopien, das wegen Krieg und Dürre dringend auf Lebensmittelhilfen angewiesen ist, die aufgrund fehlender Getreideexporte aus der Ukraine bedroht sind.