Der Straßenumzug der Carmelitas lockte am Freitag zahlreiche Menschen nach Santa Teresa. Der Zug folgte einer steilen Strecke unterhalb des Karmeliterklosters Santa Teresa mit Blick über Rio de Janeiro. Zu Sambaklängen zogen die Feiernden bergauf durch das historische Viertel. Es war einer der ersten großen Straßenhöhepunkte der Karnevalssaison.
Die Organisatoren setzten für Samstagmorgen einen zweiten, kleineren Umzug an. Er richtet sich an die Anwohner, bevor in den kommenden Tagen die großen Blocos die Stadt übernehmen.
Die Gruppe Carmelitas verdankt ihren Namen dem nahe gelegenen Convento de Santa Teresa und einer lokalen Legende: Eine Nonne soll einst heimlich das Kloster verlassen haben, um mitzufeiern. Zur Erinnerung daran tragen viele Tänzerinnen und Tänzer Ordensgewänder und ziehen neben einer riesigen Puppe her, die genauso gekleidet ist.
Anfang der neunziger Jahre riefen Anwohner den Umzug ins Leben, inspiriert von Treffen im Parque das Ruínas. Heute zieht Carmelitas mehrere tausend Menschen an.