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Prozess um islamistischen Charlie-Hebdo-Anschlag hat begonnen

In Paris hat der Prozess um den islamistischen Terroranschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" begonnen. Im neuen Justizpalast im Nordwesten der Hauptstadt erschienen am Mittwoch elf der insgesamt 14 Angeklagten. Die übrigen drei - darunter eine Frau - sind flüchtig. Der Prozess gilt als historisch und soll bis Mitte November dauern.

Vor einem besonders zusammengesetzten Gericht für Terrorfälle wird eine mehrtägige Anschlagsserie aufgerollt, bei der im Januar 2015 insgesamt 17 Menschen getötet wurden. Von den Anschlägen war nicht nur die Redaktion von «Charlie Hebdo» betroffen, sondern auch ein koscherer Supermarkt in Paris. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen zu haben. Zehn von ihnen saßen im Gerichtssaal in Glasboxen, die von Polizisten bewacht wurden. In dem Saal herrschte wegen der Corona-Epidemie Maskenpflicht. Der Vorsitzende Richter Régis de Jorna kündigte an, dass der Prozess wegen der historischen Bedeutung gefilmt wird.