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"Bandenmäßiger Betrug": Prozess gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn

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Martin Winterkorn im Januar 2017 vor dem VW-Bundestagsuntersuchungsausschuss
Martin Winterkorn im Januar 2017 vor dem VW-Bundestagsuntersuchungsausschuss   -   Copyright  Michael Sohn/ Associated Press
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Ex-VW-Chef Martin Winterkorn muss sich wegen der Diesel-Affäre in einem Gerichtsverfahren stellen. Wie das Landgericht Braunschweig mitteilte, werde die Anklage gegen Winterkorn und vier weitere zum Teil ehemalige VW-Mitarbeiter zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet.

Winterkorn wird unter anderem gewerbs- und bandemäßiger Betrug vorgeworfen. Er habe von den Manipulationen an Diesel-Motoren gewusst und dies gegenüber Behörden und KundInnen verschwiegen. Die KäuferInnen seien auch über die sogenannte Abschalteinrichtung zur Reduzierung der Emissionen getäuscht worden und hätten dadurch einen Schaden erlitten. Die RichterInnen gehen im Falle Winterkorns von einer überwiegenden Verurteilungswahrscheinlichkeit aus. Wann der Prozess beginnt, ist noch offen.

Volkswagen hatte im September 2015 nach Prüfungen von Behörden und Recherchen von ForscherInnen in den USA Manipulationen an den Abgaswerten von Dieselautos zugegeben. In der Affäre war auch gegen die VW-Manager Matthias Müller und Hans-Dieter Pötsch ermittelt worden. Die Verfahren wurden gegen Millionen-Zahlungen eingestellt.