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Endlich wieder Judo: 400 Sportler*innen beim Grand-Slam in Budapest

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Endlich wieder Judo: 400 Sportler*innen beim Grand-Slam in Budapest
Copyright  IJF Media Team - Ben Urban
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Der Ungarn-Grand-Slam der Judoka. Es ist ein Spektakel der Extra-Klasse mit einem Who-is-Who dieses Sports.

Der Star der Show war Mikhail Igolnikov. Im Finale traf er auf Altanbagana Gantulga aus der Mongolei, der in seinem ersten Grand-Slam-Finale überhaupt stand. Ein unglaublicher Uchi-Mata nach nur zwanzig Sekunden machte Igolnikow zum Mann des Tages.

Mikhail Igolnikow freut sich über das starke Teilnehmerfeld: "Alle Judoka sind starke Männer. Tschri-kisch-wili gewann die Weltmeisterschaft, Toth holte die Silbermedaille. Alle Judoka sind wirklich gut."

Die Weltmeisterin und Olympiamedaillengewinnerin Audrey Tcheuméo aus Frankreich war wieder in Topform. Im Finale stand sie ihrer Landsfrau Fanny Estelle Posvite gegenüber. Nachdem Tcheuméo zuvor eine Niederlage gegen sie einstecken musste, behielt sie im Finale wieder die Oberhand. Frankreich holte Gold und Silber.

Tcheuméo ging hoch motiviert in dieses Turnier. "Es ist der erste Wettbewerb seit langem", sagte die 30-Jährige. "Wir alle wollen kämpfen, denn es fanden für einige Zeit keine Turniere statt. Für mich ist das ein Geschenk und immer ein Vergnügen. Ich bin hier, ich bin jung. Let’s go Tcheumeo, let’s go!"

In der Klasse über 100 Kilogramm standen sich russische Giganten gegenüber. Tamerlan Baschajew nahm es mit dem Ashi-Waza-Experten Inal Tasojew auf. Doch Tasojew zeigte auch, dass er die Ne-waza-Würfe beherrscht.

Kayra Sayit aus der Türkei ist Expertin im Ippon-Judo. In einem engen taktischen Kampf gegen Cheikh Rouhou aus Tunesien holte sie sich die Goldmedaille.

Auch in der Klasse unter 100 Kilo bei den Männern kam der Sieger aus Russland. Niyaz Iljasow trat gegen seinen Landsmann Arman Adamian an. Mit einem spektakulären Ne-Waza drehte Iljasow den 23-Jährigen Adamian auf den Rücken und konnte ihn für 20 Sekunden halten.

Kommen wir zum Moment des Tages: Der amtierende Weltmeister Jorge Fonseca legte den Franzosen Alexandre Iddir mit einem perfekten Sode Tsurikomi Goshi. Das portugiesische Kraftpaket Fonseca, der hier seinen Titel verteidigen wollte, war anschließend sichtlich erleichtert, die Goldmedaille entgegen zu nehmen.

400 glückliche Judoka in Budapest. Endlich konnten sie wieder auf die Matte. Dieser beeindruckende und spannende japanische Kampfsport ist wieder zurück, und die nächsten Termine der World Judo Tour warten schon.