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Ostern im Corona-Modus: Gut besuchte Kreuzfahrtschiffe, leere Kirchen

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Gäste auf der MSC Grandiosa nahe Rom.
Gäste auf der MSC Grandiosa nahe Rom.   -   Copyright  Andrew Medichini/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Ostern im Corona-Modus – bereits zum zweiten Mal. Fast ganz Europa fährt über die Feiertage den Betrieb herunter. Ein Überblick über die wichtigsten Maßnahmen.

Spanien: Keine Reisen von Region zu Region

In Spanien wurden die berühmten Prozessionen abgesagt. Trotzdem gingen Dutzende Menschen in die Kirchen, um die Semana Santa, die Karwoche, zu feiern.

Über Ostern gelten strenge Reisebeschränkungen – auch von Region zu Region. Berichte über massenweise illegale Feiern lassen aber zumindest für die großen Städte nichts Gutes ahnen.

Festlandspaniern ist zum Beispiel auch Osterurlaub auf Mallorca untersagt, während Deutsche und andere Ausländer dort die Sonne genießen dürfen.

Portugal will niedrigste Inzidenz in EU halten

Auch in Portugal sind drastische Mobilitätsbeschränkungen in Kraft. Raus aus dem eigenen Wohnbereich darf man nur mit triftigem Grund – übers lange Osterwochenende wegfahren ist verboten, die Polizei kontrolliert.

Um ein Wiederanrollen der Pandemie zu verhindern, wurden auch die Einreisen ins Land strikt beschränkt. Nur Gäste aus Ländern mit einer 14-Tage-Inzidenz unter 150 sind willkommen. In Portugal liegt die Inzidenz bei rund 70 – der niedrigste Wert in der EU.

Litauen: Lockdown bis Ende April

Im katholisch geprägten Litauen gilt: Bis zum 6. April darf die eigene Stadt nur mit zwingendem Anlass verlassen werden. Bahn- und Busreisende werden engmaschig kontrolliert.

Da sich die britische Variante in Litauen zuletzt stärker ausgebreitet hat, wurde der Lockdown bis Ende April verlängert.

Schweiz rechnet mit Touristen-Ansturm

Die Schweiz rüstet sich dagegen für einen regelrechten Touristen-Ansturm – und Stau vor dem Gotthard-Tunnel. Denn viele wollen über Ostern im Tessin das schöne Wetter genießen.

Hotels und Ferienhäuser sind gut gebucht, trotz geschlossener Restaurants und Maskenpflicht im Freien. Noch vor einem Jahr war die Gotthard-Autobahn gähnend leer, um diese Jahreszeit ein äußerst ungewöhnlicher Anblick.

Österreich macht teils wieder dicht

Rund vier Millionen Österreic her müssen dagegen zu Hause bleiben. In Wien, im Burgenland und in Niederösterreich gilt bis 10. April ein Lockdown. Geschäfte, Museen und Zoos sind dicht.

Rund um die Uhr gelten strenge Ausgangsbeschränkungen, auf einigen Plätzen in Wien ist auch im Freien das Tragen von FFP2-Masken Pflicht. Gottesdienste sind unter strengen Auflagen erlaubt.

Slowenien: Strenge Kontaktbeschränkungen

In Slowenien bleiben die Kirchen dagegen wegen steigender Infektionszahlen an den Kar- und Ostertagen geschlossen.

Bis 11. April gilt ein Lockdown mit strengen Kontaktbeschränkungen. Eine Ausnahme gibt es an Ostern – dann dürfen sich zwei Haushalte treffen.

Kreuzfahrtschiffe: Osterurlaub in der sozialen Blase

Vor einem Jahr waren Kreuzfahrtschiffe noch große Covid-Cluster, jetzt sollen sie Covid-freien Osterurlaub bieten - dank strengem Hygieneprotokoll.

Mit 2000 statt früher über 6000 Passagieren hat die MSC Grandiosa einen Hafen nahe Rom verlassen. Die siebentägige Osterkreuzfahrt führt vorbei an Genua, Neapel und Valletta. Ein Hauch von Normalität für die Gäste aus ganz Europa – während zu Hause die Corona-Zahlen fast überall steigen.