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14. Konferenz zur Lage der Union: Europa braucht eine Vision

Konferenz zur Lage der Union
Konferenz zur Lage der Union Copyright Euronews
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Von Diana ResnikGiorgia Orlandi
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Dieser Artikel wurde im Original veröffentlicht auf Englisch

Experten aus der ganzen Welt haben in Florenz auf der 14. Konferenz zur Lage der Union die Prioritäten für die nächste Legislaturperiode gesetzt.

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Politische Entscheidungsträger und weltweit führende Experten haben auf der Konferenz zur Lage der Union in Florenz darüber diskutiert, worauf sich Europa in der nächsten Legislaturperiode konzentrieren sollte. 

In der 14. Ausgabe standen die Wirtschaftspolitik sowie der digitale und grüne Wandel ganz oben auf der Tagesordnung. Angesichts der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten wurde aber auch über die Stärkung der Demokratie gesprochen.

Europa braucht "eine Vision, die die Europäer vereinen kann"

Erik Jones, Direktor des Robert-Schuman-Zentrums, EUI, erklärte, dass Europa vor allem eins braucht: Eine gemeinsame Vision. 

"Viele dieser Gremien befassten sich mit technischen Fragen. Was sie vereint, ist die Suche nach einer Vision für die Zukunft Europas. Eine Vision, die die Europäer vereinen kann. Denn wenn die Europäer nicht vereint sind, können sie nicht die Art von Dynamik erzeugen, die zur Bewältigung dieser Herausforderungen notwendig ist. Dann wird keine technische Lösung ausreichen."

Wettbewerbsfähigkeit darf nicht vernachlässigt werden, warnen Experten

Experten warnen, dass Europa die Wettbewerbsfähigkeit nicht vernachlässigen sollte. So ist zum Beispiel der Green Deal, der die EU-Wirtschaft nachhaltiger machen soll, eine Chance und eine Herausforderung zugleich.

Leonardo Meeus, Direktor der Florence School of Regulation, EUI, ist zuversichtlich, dass der Green Deal zukunftsfähig ist.

"Wir sollten uns weniger Sorgen machen. Im Green Deal steckt weitaus mehr. Details könnten sich ändern, weil einige Politiker bestimmte Aspekte des Green Deals bevorzugen. Ich denke, das Projekt wird dieselbe Richtlinie beibehalten wie ursprünglich geplant".

Der Krieg in der Ukraine stellt europäische Demokraten vor neue Herausforderungen

Der Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten hat die europäische Verteidigung vor neue Herausforderungen gestellt.

Bei diesen Wahlen geht es nicht zuletzt um die Bewahrung der europäischen Werte und Demokratien sowie den Kampf gegen hybride Angriffe und Fake News.

Spionage, Desinformation, KI-Missbrauch und so weiter zielen auf unser Vertrauen ab.
Věra Jourová
Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für Werte und Transparenz

Věra Jourová, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für Werte und Transparenz, sagt, Europa müsse viel mehr tun, um gegen hybride Angriffe vorzugehen und das Vertrauen der EU-Bürger in das System zu bewahren. 

"Spionage, Desinformation, KI-Missbrauch und so weiter zielen auf unser Vertrauen ab. Sie versuchen, das Vertrauen der Menschen in demokratische Systeme zu schwächen, und das ist gefährlich. Ich hoffe, dass wir keine schlechten Lehren aus diesen Wahlen ziehen müssen. Aber selbst wenn nicht, ist Manipulation unvermeidlich. Wir müssen in Zukunft mehr tun. Denn Vertrauen ist das Wertvollste, was wir haben."

Ob einige der hier diskutierten Vorschläge umgesetzt werden, hängt stark davon ab, was passiert, nachdem die deutschen Staatsbürger bei den Europawahlen am 9. Juni abgestimmt haben.

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