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Joe Bidens amerikanische Charme-Offensive in Brüssel

Nach Jahren der Spannungen zwischen der Europäischen Union und der USA gab es für den US-Präsidenten Joe Biden wieder einen herzlichen Empfang in Brüssel. EU-Kommissionchefin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel rollten ihm bei seinem Staatsbesuch in Belgien den roten Teppich aus.

"Es ist im Interesse der Vereinigten Staaten von Amerika, eine großartige Beziehung mit der NATO und der EU zu haben", sagte Joe Biden.

Im Mittelpunkt des EU-USA Gipfeltreffens am Dienstag stand die Handelspolitik. Dabei war ein Durchbruch gelungen: Beide Seiten haben sich auf die Beilegung des seit siebzehn Jahren anhaltenden Streits um staatliche Subventionen für die Flugzeugbauer Boeing und Airbus geeinigt.

Ein Erbe von Bidens Vorgänger Trump, die gegenseitigen Strafzölle auf Stahl und Aluminium, dürften schwieriger zu lösen sein.

Einen Tag zuvor auf dem NATO-Gipfel hatte Biden die Chance genutzt, das Militärbündnis wieder mit Leben zu füllen. Er betonte die Wichtigkeit des Verteidigungsbündnisses für die USA. "Die USA sind wieder da", hatte er gesagt.

Das Verhältnis seines Amtsvorgängers Donald Trump zur NATO war schwierig und von Alleingängen geprägt. Er hatte die Sinnhaftigkeit des Militärbündnis wie das vieler anderer internationaler Organisationen in Frage gestellt.

Am Mittwoch wird sich Biden zum ersten Mal mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin treffen.