In Städten und Dörfern in ganz Bulgarien kommen Tausende zusammen. Sie erleben uralte heidnische Bräuche als gemeinsames öffentliches Ereignis. Männer tragen schwere Kostüme aus Fell, Federn und Perlen, große Glocken sind um ihre Hüften gebunden. Bemalte Holzmasken, oft in den Familien weitergegeben, zeigen Tiere oder mythische Gestalten.
Die Gruppen ziehen von Haus zu Haus. Sie springen und stampfen, damit die Glocken im Gleichklang ertönen. Der Klang soll Räume reinigen und Gesundheit sowie reiche Ernten bringen. Die Prozession umfasst Aussaat, rituelles Pflügen und eine symbolische Geburt, ein Zeichen für neues Leben.
Die Wurzeln liegen in thrakischen dionysischen Traditionen. Für viele Tänzerinnen und Tänzer geht es weniger um die Darbietung. Wichtiger ist, die Tradition lebendig zu halten und gemeinsam den Frühling zu begrüßen.